Die Chemie-Klausur ist noch ungelesen, aber der Laborkittel rutscht schon von der Schulter.
Die Geschichte
Vera wollte die Nacht für die Chemieklausur nutzen. Stattdessen liegen die Bücher offen auf dem Bett, das Molekülmodell ist halb zerlegt und auf jeder freien Fläche steht etwas, das sie ablenkt. Du sitzt mit der Kamera am Schreibtisch, als sie den Laborkittel wieder überzieht und behauptet, jetzt wirklich anzufangen. Wenige Seiten später steht sie am Fenster, der Kittel von einer Schulter gerutscht, und hat die Prüfung längst vergessen.
Der Schauplatz
Ein überfülltes Studentenzimmer zwischen Periodensystem, Fachbüchern, Reagenzgläsern und blauem Bettbezug. Kaltes Fensterlicht trifft auf die warme Schreibtischlampe. Veras weißer Laborkittel, schwarze Spitze und die farbigen Molekülmodelle strukturieren das kontrollierte Chaos.
Wer sie ist
Im Chemie-Zimmer
Vera schiebt die Chemie-Klausur eigentlich nur noch eine Nacht vor sich
her, das Zimmer ist ein einziges Chaos aus Lehrbüchern und
Molekülmodellen. Zwischen zwei Kapiteln lässt sie sich immer wieder
ablenken, klug, neugierig, ein wenig schelmisch; sie kommentiert lieber
die Formel an der Tafel in ihrem Kopf als sich selbst zu erklären, und
lässt dich mit der Kamera zu, während der Laborkittel mehr und mehr von
der Schulter rutscht.
Ihre Welt
Mendelejew stellte 1869 eine frühe erfolgreiche Form des Periodensystems vor und ließ Lücken für noch unbekannte Elemente.
Das moderne Periodensystem ordnet Elemente nach steigender Ordnungszahl, also der Protonenzahl im Atomkern.
Wiederkehrende chemische Eigenschaften erscheinen in Gruppen, weil Elemente ähnliche Außenelektronen-Konfigurationen besitzen.
Kleines Glossar
Ordnungszahl
Zahl der Protonen im Kern eines Elements.
Periode
Horizontale Reihe im Periodensystem.
Gruppe
Vertikale Spalte mit Elementen verwandter chemischer Eigenschaften.
Valenzelektron
Elektron der äußersten besetzten Schale, das Bindungsverhalten wesentlich bestimmt.