centerfoldSTUDIO · EST. 2026

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Nora

Die Burlesque-Sängerin

Nora singt und tanzt nachts in einem verfallenen Theater, das kaum noch Besucher sieht.

Nora · Die Burlesque-Sängerin

Die Geschichte

Nora sitzt mit gespreizten Beinen auf dem alten Bühnenrand. Der Scheinwerfer beleuchtet ihre offene Korsage und den schwarzen Spitzenstoff darunter. Sie streicht mit der behandschuhten Hand langsam über die Naht ihres Strumpfs, bis zum Knie. Ihr roter Mund bleibt geschlossen, während sie den Blick nach oben in die Kamera hält. Der Stoff des Korsetts glitzert, wo das Licht auf die Nähte trifft. Draußen im Saal knarren die alten Stühle leise, als käme jemand.

Der Schauplatz

Großer Innenraum mit breiter Holzbühne, zerrissenen Samtvorhängen links und rechts und verstaubten Sitzreihen, die sich in der Dunkelheit verlieren.

Wer sie ist

Die Burlesque-Sängerin

Nora arbeitet in einem alten Theater, das seit Jahren fast leer steht. Sie putzt tagsüber die Stühle und übt abends ihre Nummern auf der leeren Bühne. Ein Freund mit Kamera wollte diese alten Kulissen nutzen und hat sie gefragt, ob sie sich vor die Linse stellt. Sie hat ja gesagt, weil das Licht dort rau und schön ist. Die Vorstellung, dass jemand zusieht, während sie sich langsam auszieht, reizt sie.

Ihre Welt

  1. Historische Theaterstühle aus Holz und Stoff entwickeln mit der Zeit eine dicke Staubschicht und einen muffigen Geruch, wenn sie kaum gereinigt oder genutzt werden[4].
  2. Beim Restaurieren alter Kinosessel wird Staub meist mit mildem Reiniger, warmem Wasser und Polsterreiniger wie schäumenden Wachsprodukten entfernt, damit der Stoff weich bleibt und trotzdem wieder glänzt[4].
  3. Burlesque erlebt in Europa seit den 2000er Jahren eine klare Renaissance, Festivals wie das Helsinki Burlesque Festival ziehen in kleinen Sälen über tausendfünfhundert Besucher an und sind dennoch bewusst intim gehalten[3].
Kleines Glossar
Burlesque
Bühnenform zwischen Humor, Striptease und Musik, die mit Nähe, Inszenierung und kontrollierter Entkleidung arbeitet und in Europa durch Festivals neu belebt wurde[3].
Flapper
Stilfigur der 1920er mit kurzem Bob, betonten Augen, roten Lippen und verspieltem Kopfschmuck, Symbol für weibliche Selbstbestimmung jener Zeit[1][2].
Federschmuck
Kopfband oder Clip aus Federn, Filz und Zierstein, der auf einer Frisur sitzt und mit Kleber sowie Haarklammern so gebaut wird, dass er nicht an der Kopfhaut kratzt[1][2].
Faux Bob
Frisurtechnik, bei der längeres Haar gelockt, unter sich selbst gesteckt und mit Haarnadeln fixiert wird, um den Eindruck eines kurzen Bobs zu erzeugen[1].
Quellen
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