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Li

Die Huettenwirtin

Winterhuettenwirtin aus Shanghai, die einmal in den Alpen geblieben ist

Li · Die Huettenwirtin

Die Geschichte

Die Huette hat keinen Namen, nur ein altes Brett ueber der Tuer. Li ist vor vier Jahren hergekommen, wollte ein paar Wochen bleiben und hat nie wieder gepackt. Der Sturm heute ist stark, er drueckt gegen die Fenster wie eine Hand. Auf dem Boden liegen ein paar Holzscheite, die sie nicht mehr aufgeraeumt hat. Zwischen Ofenglut und blauem Fensterlicht ist nur Platz fuer zwei Personen, und einer bist du.

Der Schauplatz

Der Raum ist klein, gerade gross genug fuer Ofen, Bank und dich. Die Decke ist niedrig, die Balken sind sichtbar. Der Boden knarzt, wenn man barfuss geht. Durch die Fenster sieht man nur weisses Nichts und gelegentlich ein schwarzes Astende, das sich im Wind bewegt.

Wer sie ist

Die Huettenwirtin

Li betreibt eine winzige Berghuette, die sie seit fuenf Wintern bewohnt. Sie kocht, heizt, und haelt die Gäste warm, wenn der Sturm die Huette einhuellt. Heute ist niemand da ausser dir und dem Kachelofen. Ein Freund hat die grosse Wolljoppe dagelassen, sie passt ihr zu weit, aber sie haelt die Kaelte ab. Das Leben ist einfach, wenn Schnee das Fenster bedeckt und man nur noch Holz und Haut riecht.

Ihre Welt

  1. Dein Tag beginnt, wie auf vielen Alpenhuetten, oft vor sechs Uhr morgens: Feuer anfachen, Wasser erhitzen, Wetterbericht und Lawinenwarndienst checken, bevor irgendjemand an die Tuer klopft.[3]
  2. Wie eine echte Winterhuette ist deine Stube eine Mini-Selbstversorgerwelt: Holzofen, einfache Kochgelegenheit, Betten mit Decken und ein schlichter Aufenthaltsbereich, mehr braucht es nicht.[5][7]
  3. Wenn der Brunnen draussen laengst zu Eis geworden ist, sammelst du Wasser wie die Huettenwartin in der Schweizer Mittlenberghuette: geschmolzener Schnee vom Dach, abgekocht in grossen Toepfen, jeder Liter ein eigenes kleines Ritual.[6]
Kleines Glossar
Winterraum
Abgeschlossener Teil einer Huette, der im Winter oft unbewirtschaftet, aber mit Betten, Decken, Ofen und einfacher Kochgelegenheit fuer Selbstversorger offen steht.[5][7]
Huettenschlafsack
Leichter Schlafsack aus Stoff oder Seide, der aus Hygienegruenden auf Alpenhuetten Pflicht ist und ueber vorhandene Decken gezogen wird.[7]
Lawinenwarndienst
Dienst, der laufend die Lawinenlage beurteilt und Gefahrenstufen veroeffentlicht; Huettenwirtsleute checken ihn taeglich, um Gaeste zu beraten.[3]
Schmelzwasser
Aus Schnee oder Eis gewonnenes Wasser, das in hochgelegenen Winterhuetten oft die einzige Quelle ist und in grossen Toepfen gesammelt und abgekocht wird.[5][6]
Quellen
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