Kein Zelt, keine Ausrüstung, nur Sand, das erste Licht und Dunja, ganz allein.
Die Geschichte
Dunja ist vor Sonnenaufgang losgegangen, ohne Zelt, ohne Gepäck und ohne einem Weg zu folgen. Als du sie zwischen den Dünen entdeckst, zeichnet das erste Licht bereits eine schmale goldene Kante auf den Sand. Sie bleibt stehen, sieht kurz zu deiner Kamera und geht dann weiter hinauf. Oben streckt sie sich der Sonne entgegen, als hätte sie genau auf diesen Moment gewartet.
Der Schauplatz
Endlose Dünen im ersten Licht des Tages. Feiner Sand liegt in ruhigen Wellen, der Himmel ist noch tiefblau und jede Fußspur wirkt endgültig. Keine Requisiten, keine Vegetation, nur Dunja, warmer Wind und eine Sonne, die langsam über den Horizont steigt.
Wer sie ist
In den Dünen
Dunja zieht bei Sonnenaufgang allein in die Dünen hinaus, ohne Zelt, ohne
Ausrüstung, nur mit sich selbst. Sie sucht diese Leere bewusst: kein
Handyempfang, keine Wege, nur Licht und Sand. Ruhig, unabhängig, ein wenig
eigenbrötlerisch; sie lässt dich mit der Kamera zu, aber nur weil du zufällig
zur richtigen Zeit da bist, nicht weil sie eingeladen hätte.
Ihre Welt
Dünen entstehen, wenn Wind Sand ablagert und aus einer kleinen Erhebung schrittweise einen Körper formt.
Sand steigt auf der flacheren Windseite durch Sprünge und Rollen auf und rutscht an der steilen Leeseite ab.
Der typische Böschungswinkel trockenen Sandes liegt ungefähr zwischen 30 und 34 Grad.
Kleines Glossar
Saltation
Sprunghafte Fortbewegung von Sandkörnern durch Wind.
Luvseite
Flachere, dem Wind zugewandte Seite einer Düne.
Rutschhang
Steile Leeseite, an der Sand in kleinen Lawinen abgleitet.