centerfoldSTUDIO · EST. 2026

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Rini

Die Toningenieurin

Mixing-Engineer, die den Raum mit Klang und Haltung fuellt

Rini · Die Toningenieurin

Die Geschichte

Sie dreht den Stuhl um neunzig Grad, so dass das rote Licht ueber ihre Schultern faellt. Das Mischpult summt leise. Sie zieht die Kopfhoerer ein kurzes Stueck nach oben, bis sie genau in der Kuhle zwischen Hals und Schluesselbein liegen. Ihr T-Shirt ist bis unter die Brust gerafft. Die Nacht draussen schlaegt sich als dunkler Spiegel in den Fensterscheiben nieder. Der Monitor zeigt die Wellenform des gerade abgespielten Tracks.

Der Schauplatz

Der Raum ist gross genug, um eine kleine Band unterzubringen, und klein genug, um den Schall zu halten. Das rote Licht stammt von einer einzelnen LED-Leiste hinter dem Mischpult, waermer als die blauen Kontrollen. Der Boden ist nackter Beton, die Waende mit grauen Akustikplatten bedeckt.

Wer sie ist

Die Toningenieurin

Rini Tolak ist 27 und arbeitet seit fünf Jahren als Mixing-Engineer in einem kleinen Indie-Studio in Berlin-Kreuzberg. Indonesische Wurzeln hat sie von ihrer Mutter, den Umgang mit Technik von ihrem Vater. Wenn die anderen schon Feierabend machen, bleibt sie oft allein, um Tracks bis in die Nacht zu formen.

Ihre Welt

  1. In Kreuzberg haben Tonstudios eine eigene Geschichte: Hansa Tonstudio wurde als Studio by the Wall bekannt, nur rund 150 Meter von der ehemaligen Berliner Mauer entfernt, und du mischst heute im selben Stadtteil weiter an dieser Klangtradition.[1]
  2. Zwischen Kreuzberg und Mitte beschreibt sich das OYes Studio als kreativen Rückzugsort für Artists, Produzent:innen und Labels, und genau in diesem Spannungsfeld aus Szene und Konzentration sitzt du vor deinem Mischpult.[3]
  3. Viele Berliner Musikstudios sind zu schallisolierten Soundcubes ausgebaut, mit doppelten Gipskartonlagen, Steinwolle in der Wand und entkoppelten Decken, damit deine Kickdrum den Nachbarn nur als Gerücht erreicht.[4]
Kleines Glossar
Mixing-Engineer
Ingenieurin im Tonstudio, die einzelne Spuren zu einem ausgewogenen Gesamtklang mischt und Pegel, Panorama sowie Effekte kontrolliert.
Nearfield-Monitor
Studiolautsprecher, der nah an der Hörposition steht, um den direkten Klang präzise und möglichst unbeeinflusst vom Raum wiederzugeben.
Masterbus
Summenspur im Mischpult, auf der alle Einzelspuren zusammenlaufen und der Gesamtmix mit letzten Eingriffen wie Kompression oder Limiting geformt wird.
Trittschallschutz
Bodenaufbau mit speziellen Matten und Dämmplatten, der verhindert, dass Körperschall und Schritte aus dem Studio in andere Räume übertragen werden.
Quellen
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