Ein privates Omakase für einen Gast. Die Tafel bist heute Abend du bei ihr.
Die Geschichte
Eine Saison lang hat Mika bei einem Sushi-Meister gelernt. Seitdem richtet sie gelegentlich ein privates Omakase für genau einen Gast aus, ohne Restaurant und ohne feste Speisekarte. Heute stehen die Schälchen im Dachgeschoss bereit, doch der improvisierte Tisch bleibt leer. Mika legt sich selbst auf den Futon und ordnet jeden Gang mit derselben Sorgfalt auf ihrer Haut an. Stäbchen sind die einzige Regel des Abends.
Der Schauplatz
Ein warm beleuchtetes Dachgeschoss mit schräger Holzdecke. Auf dem Futon stehen kleine Schalen, Stäbchen und sorgfältig gesetzte Sushi-Stücke bereit. Mikas runde Brille und roter Lippenstift geben dem reduzierten Arrangement einen spielerischen Akzent.
Wer sie ist
Die Gastgeberin
Mika hat eine Saison lang bei einem Sushi-Meister gelernt und richtet
seither an manchen Abenden ein privates »Omakase für einen Gast« aus,
ganz ohne Restaurant, ganz in ihrem eigenen Dachgeschoss. An Abenden, an
denen sie Gesellschaft will, wird die Tafel sie selbst: die Gänge über
ihre Haut drapiert, Stäbchen die einzige Regel des Abends. Verspielt,
präzise in dem, was sie tut, mit einem Lächeln, das genau weiß, was es
gerade anrichtet.
Ihre Welt
Omakase bedeutet sinngemäß, die Auswahl der Köchin oder dem Koch zu überlassen.
Washoku umfasst nach UNESCO Wissen, Fertigkeiten und soziale Praktiken rund um Produktion, Zubereitung und gemeinsames Essen.
Respekt vor Natur und saisonalen Zutaten ist ein Grundgedanke dieser kulinarischen Praxis.
Kleines Glossar
Omakase
Menüform, bei der der Gast Auswahl und Reihenfolge der Küche anvertraut.
Washoku
Traditionelle japanische Esskultur als Zusammenspiel von Wissen, Zubereitung, Naturbezug und Gemeinschaft.